2 Antworten auf „“

  1. Anmerkung zu #35:
    Physik: Was schön ist, muss wahr sein?

    Wir haben immer Konzepte, die uns bei der Suche nach der Wahrheit leiten. Obwohl an ihnen so viel hängt, wird auf ihre Reflexion erstaunlich wenig Mühe verwand. Sogar in einer Wissenschaft wie der Physik, was der großartige (deutschsprachige) Vortrag der Physikerin Dr. Sabine Hossenfelder zeigt.

    Was läuft falsch in der gegenwärtigen Physik? (Vortrag)
    https://youtu.be/99hVAu1k6G8

    Aus der Beschreibung:

    „Physiker glauben häufig, dass die besten Theorien schön, natürlich und elegant sind. Was schön ist, muss wahr sein.

    Dr Sabine Hossenfelder zeigt jedoch, dass die Physik sich damit verrannt hat. Der Glaube an Schönheit ist so dogmatisch geworden, dass er nun in Konflikt mit wissenschaftlicher Objektivität gerät.“

    Ich halte den (auch für Physik-Laien gut verständlichen) Vortrag für im besten Sinne philosophisch, weil Sabine Hossenfelder deutlich macht, wie enorm wichtig es ist, sich die begrifflichen Grundlagen genau anzuschauen, mit denen man arbeitet. Immerhin sind Schönheit und Eleganz alles andere als physikalische Begriffe! Oder überhaupt Begriffe der empirischen Wissenschaften, es sind ästhetische.

    Am Ende des Vortrags stellt die theoretische Physikerin fruchtbarere Konzepte vor, an denen sich die Forschung orientieren kann.

    Wer lesen will, hier ein Interview mit der FAZ:
    Krise der Physik – Verführte Physiker

    Zwei Zitate daraus:

    „Und wenn Sie sich anschauen, in welcher Phase ihrer Karriere Physiker anfingen, über Schönheit zu faseln, dann war das in der Regel, nachdem ihnen ihre großen Durchbrüche gelungen waren. Und diese Durchbrüche hatten dann nichts mit Schönheit oder Hässlichkeit zu tun.“

    „Aber wenn Sie dann nur Theorien haben, die eingeführt wurden, weil das Standardmodell einem nicht hübsch genug war, dann ist das meiner Meinung nach eben eine schlechte Idee.“

    Über Sabine Hossenfelder:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sabine_Hossenfelder

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